Was befindet sich in der Raumluft?
Nicht alle Belastungen der Raumluft sind mit bloßem Auge erkennbar.
Mit einer professionellen Partikelmessung erfasse ich die Anzahl und Größe luftgetragener Partikel. So lassen sich Auffälligkeiten erkennen und die Untersuchungssituation fachlich einordnen.
Besonders bei Schimmelverdacht, nach Wasserschäden oder zur Kontrolle nach einer Sanierung kann die Messung wertvolle Hinweise liefern.
Messen. Vergleichen. Fachlich bewerten.
Partikelmessung der Raumluft – Präzise Analyse von Feinstaub, Fasern und biologischen Aerosolen
Moderne Partikelmessung zur Bewertung der Luftqualität und zur Unterstützung der Ursachenanalyse bei Schimmel‑ und Feuchteschäden
Die Partikelmessung ist ein wichtiges orientierendes Untersuchungsverfahren, um die Zusammensetzung der Raumluft zu beurteilen und Hinweise auf mögliche Feuchtequellen, Schimmelaktivität oder bauliche Auffälligkeiten zu erhalten.
Sie zeigt, welche Partikel in welcher Menge in der Luft vorhanden sind – von Feinstaub über Fasern bis hin zu biologischen Aerosolen.
Die Messung erfolgt mit einem professionellen Partikelzähler, der Partikel in verschiedenen Größenklassen erfasst und die Werte präzise dokumentiert.
Was die Partikelmessung leisten kann
Die Partikelmessung ist kein Nachweis einzelner Schimmelpilzarten, sondern ein quantitatives Verfahren, das die Partikelbelastung der Raumluft in verschiedenen Größenklassen misst.
Sie liefert Hinweise auf:
- Feuchteprobleme (erhöhte biologische Aerosole)
- Schimmelaktivität (erhöhte Partikel im Bereich 2,5–10 µm)
- Faserbelastungen (z. B. textile Fasern, Dämmstofffasern)
- Feinstaubquellen (z. B. Verbrennung, Außenluft, Verkehr)
- Lüftungsverhalten und Luftaustausch
- Auffällige Innenraumquellen (z. B. Staubablagerungen, Nutzungseinflüsse)
Die Messung dient als orientierende Untersuchung, die im Zusammenhang mit weiteren Messverfahren bewertet wird.
Wie die Messung durchgeführt wird
Die Partikelmessung erfolgt mit einem kalibrierten Partikelzähler, der Partikel in mehreren Größenklassen erfasst, typischerweise:
- 0,3 µm
- 0,5 µm
- 1,0 µm
- 2,5 µm
- 5,0 µm
- 10 µm
Für jede Partikelgröße wird die Innenluft mit der Außenluft verglichen.
Das Verhältnis (I/A‑Verhältnis) zeigt, ob die Innenraumluft auffällig erhöht, unauffällig oder durch Nutzung beeinflusst ist.



Was bedeuten erhöhte Partikelwerte?
Erhöhte Werte können verschiedene Ursachen haben. Typische Hinweise:
- 0,3–1,0 µm
- Feinstaub, Verbrennung, Außenluft, Verkehrseinflüsse
- 2,5 µm
- biologische Aerosole, feuchtebedingte Partikel, Pollenfragmente
- 5,0–10 µm
- Fasern, Staub, Schimmelsporen, Nutzungseinflüsse
Wichtig:
Ein einzelner Messwert ist nie allein entscheidend.
Erst die Gesamtbetrachtung aller Messungen, Bauteile, Temperaturen und Feuchteverteilungen ergibt ein vollständiges Bild.
Warum die Partikelmessung sinnvoll ist
Die Partikelmessung ist besonders hilfreich:
- bei unklaren Schimmelgerüchen
- bei Verdacht auf verdeckte Feuchtequellen
- zur Einschätzung des Raumklimas
- zur Bewertung des Lüftungsverhaltens
- zur Unterstützung der Ursachenanalyse
- zur Abgrenzung zwischen Innenraumquelle und Außenluft
Sie ist schnell durchführbar, liefert sofort Ergebnisse und ergänzt andere Messverfahren wie Thermografie, Feuchtemessung oder Langzeitmessung.
Auffälligkeiten erkennen – Ursachen verstehen
Die Partikelmessung zeigt nicht nur, dass die Luft belastet ist, sondern auch welche Partikelgrößen betroffen sind.
Dadurch lassen sich typische Muster erkennen:
- Erhöhte 2,5–10 µm Werte → Hinweis auf biologische Aerosole oder feuchtebedingte Partikel
- Erhöhte 0,3–1,0 µm Werte → Feinstaub, Außenluft, Verkehr
- Erhöhte 5–10 µm Werte → Fasern, Staub, Nutzungseinflüsse
- Innenluft deutlich höher als Außenluft → mögliche Innenraumquelle
Diese Muster unterstützen die gerichtstaugliche Ursachenanalyse und helfen, Feuchte‑ und Schimmelschäden fachlich korrekt einzuordnen.
Partikelmessung im Zusammenhang mit anderen Verfahren
Die Partikelmessung ist kein isoliertes Verfahren.
Sie wird sinnvoll eingesetzt in Kombination mit:
- Baufeuchtemessung
- Thermografie
- Langzeitmessung
- CO₂‑Messung
- Luftkeimsammlung
- Bauforensischen Untersuchungen
Erst die Gesamtschau aller Ergebnisse ermöglicht eine fundierte Bewertung.
Für wen ist die Partikelmessung geeignet?
- Mieter
- Vermieter
- Eigentümer
- Hausverwaltungen
- Unternehmen
- Immobilienbetreiber
- Objektverantwortliche
