Wie gut ist die Luft in Ihren Räumen?
Zu hohe CO₂-Werte können ein Hinweis auf eine unzureichende Lüftung sein.
Doch ein einzelner Messwert zeigt nur eine Momentaufnahme. Entscheidend ist, wie sich die CO₂-Konzentration während der Nutzung und über den Tagesverlauf verändert.
Mit einer professionellen CO₂-Messung lässt sich nachvollziehbar feststellen, wie sich die Raumluft tatsächlich entwickelt.
Ich messe CO₂, Temperatur und Luftfeuchtigkeit und werte die Messwerte fachlich aus.
So erhalten Sie eine objektive Grundlage, um die Raumluft und das Lüftungsverhalten besser einzuschätzen.
Messen statt vermuten – Raumklima objektiv beurteilen.
CO₂-Messung Frankfurt – Raumluftqualität professionell bewerten
Bei Feuchte- und Schimmelschäden stellt sich häufig die Frage, ob das Lüftungsverhalten der Bewohner ausreichend war oder ob durch unzureichenden Luftaustausch erhöhte Feuchtigkeit und damit möglicherweise schimmelkritische Bedingungen entstanden sind.
Gerade bei Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern ist diese Frage von besonderer Bedeutung.
Eine CO₂-Messung kann dabei eine wichtige zusätzliche Informationsquelle darstellen.
Denn CO₂ wird von den Menschen im Raum ausgeatmet. Bei geschlossenen Fenstern und Türen steigt die CO₂-Konzentration mit zunehmender Aufenthaltsdauer und sinkt bei ausreichender Zufuhr von Außenluft wieder ab.
Das Umweltbundesamt bezeichnet CO₂ deshalb als einen guten Indikator für die Beurteilung des Luftaustauschs in Innenräumen.
CO₂ misst nicht den Schimmel – CO₂ kann Hinweise auf das Lüftungsverhalten liefern.
CO₂-Messung bei Schimmel- und Feuchteschäden
Bei der Ursachenuntersuchung eines Schimmelschadens kann neben der Untersuchung der Bauteile auch die Frage relevant sein, wie das Raumklima durch die Nutzung beeinflusst wurde.
Unzureichendes Lüften kann dazu führen, dass sich Feuchtigkeit und CO₂ in der Raumluft anreichern. Wird die feuchte Raumluft nicht ausreichend durch trockenere Außenluft ersetzt, kann dies insbesondere in der kalten Jahreszeit zu einer erhöhten relativen Luftfeuchtigkeit und damit zu ungünstigen Bedingungen an kalten Bauteiloberflächen beitragen. Das Umweltbundesamt weist ebenfalls darauf hin, dass bei geringem Luftwechsel erhöhte Wasserdampfkonzentrationen auftreten können und zu viel Wasserdampf Schimmelbildung begünstigen kann.
Eine CO₂-Messung kann deshalb eine ergänzende Grundlage zur Beurteilung des Lüftungsverhaltens darstellen.
Zwei unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten
Die CO₂-Messung kann bei einer sachverständigen Untersuchung auf zwei unterschiedliche Arten eingesetzt werden:
1. Kurzzeitmessung beim Ortstermin
Die Messung erfolgt unmittelbar während der Ortsbesichtigung.
Dabei kann unter anderem festgestellt werden, welche CO₂-Konzentration zum Zeitpunkt der Untersuchung vorliegt und wie sich diese während des Aufenthalts und gegebenenfalls nach einem Lüftungsvorgang verändert.
2. Langzeitmessung
Über einen längeren Zeitraum werden die CO₂-Konzentration und – je nach Messumfang – zusätzlich Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit aufgezeichnet.
Dadurch lässt sich der Verlauf des Raumklimas über mehrere Tage oder Wochen nachvollziehen.
Die Kombination aus Kurzzeitmessung und Langzeitmessung kann bei bestimmten Fragestellungen besonders aussagekräftig sein.
CO₂-Momentaufnahme beim Ortstermin
Wurde unmittelbar vor der Untersuchung gelüftet?
Eine häufige Fragestellung von Auftraggebern lautet:
„Was ist, wenn der Mieter vor dem Ortstermin noch einmal gründlich lüftet?“
Diese Frage ist sachverständig durchaus relevant.
Eine unmittelbar vor dem Ortstermin durchgeführte intensive Lüftung kann die aktuelle CO₂-Konzentration deutlich reduzieren. Dadurch kann eine Momentaufnahme einen Zustand zeigen, der möglicherweise nicht dem Raumklima unmittelbar vor dem Lüften entspricht.
Deshalb wird ein einzelner CO₂-Wert nicht isoliert als Beweis für ein bestimmtes Lüftungsverhalten interpretiert.
Vielmehr wird die Messung im Zusammenhang mit den Umständen des Ortstermins und den weiteren Untersuchungsergebnissen betrachtet.
Dabei können beispielsweise folgende Beobachtungen relevant sein:
- aktuelle CO₂-Konzentration,
- Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit,
- Zustand der Fenster und Türen,
- sichtbare bzw. erkennbare Lüftungssituation,
- Nutzung des Raumes,
- Anzahl der anwesenden Personen,
- Verlauf der CO₂-Konzentration während des Ortstermins,
- sowie weitere Mess- und Untersuchungsergebnisse.
Kann man feststellen, ob vor dem Ortstermin gelüftet wurde?
Eine wichtige sachverständige Einschränkung lautet:
Eine einzelne CO₂-Messung kann nicht zweifelsfrei beweisen, dass unmittelbar vor dem Ortstermin gelüftet wurde.
Sie kann jedoch einen Hinweis auf die aktuelle Lüftungssituation liefern.
Ist beispielsweise die CO₂-Konzentration zu Beginn des Ortstermins sehr niedrig, obwohl sich Personen bereits längere Zeit im Raum aufhalten, kann dies – abhängig von den konkreten Umständen – darauf hindeuten, dass zuvor ein ausreichender Luftaustausch stattgefunden hat.
Umgekehrt kann eine deutlich erhöhte CO₂-Konzentration darauf hinweisen, dass über einen gewissen Zeitraum nur ein geringer Luftaustausch stattgefunden hat.
Das Umweltbundesamt nennt für CO₂ als hygienische Leitwerte:
- unter 1.000 ppm: hygienisch unbedenklich
- 1.000 bis 2.000 ppm: hygienisch auffällig – Lüftungsverhalten überprüfen und verbessern
- über 2.000 ppm: hygienisch inakzeptabel – Belüftbarkeit des Raumes prüfen.
Diese Werte sind jedoch keine direkten Beweisgrenzen für die Frage, ob ein Mieter ausreichend gelüftet hat. Die Bewertung des Lüftungsverhaltens hängt immer von der konkreten Raumnutzung, Personenanzahl, Raumgröße, Messdauer und weiteren Umständen ab.
Warum die Langzeitmessung besonders wichtig sein kann
Eine einzelne CO₂-Messung ist eine Momentaufnahme.
Für die Beurteilung eines längerfristigen Lüftungsverhaltens ist deshalb eine Langzeitmessung wesentlich aussagekräftiger.
Über mehrere Tage oder Wochen können beispielsweise typische Verläufe sichtbar werden:
- Anstieg der CO₂-Konzentration während der Raumnutzung,
- Abfall der CO₂-Konzentration nach dem Lüften,
- wiederkehrende hohe CO₂-Konzentrationen,
- Dauer und Häufigkeit von Lüftungsvorgängen,
- unterschiedliche Verläufe an verschiedenen Tagen,
- Zusammenhang zwischen Nutzung und Lüftung,
- sowie gleichzeitig auftretende Veränderungen von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit.
Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass digitale CO₂-Messgeräte mit Verlaufanzeige besonders geeignet sind, den kontinuierlichen Anstieg der CO₂-Konzentration ohne Lüftung und den Effekt eines Lüftungsvorgangs sichtbar zu machen.
CO₂ + Temperatur + relative Luftfeuchtigkeit
Bei der Untersuchung von Schimmel- und Feuchteschäden ist CO₂ nicht isoliert zu betrachten.
Besonders interessant kann die gemeinsame Betrachtung von
CO₂ + Temperatur + relativer Luftfeuchtigkeit
sein.
Denn die Bewohner beeinflussen durch ihre Nutzung nicht nur den CO₂-Gehalt der Raumluft, sondern bringen gleichzeitig Feuchtigkeit in den Raum ein.
Durch Atmung, Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und andere alltägliche Aktivitäten kann die Feuchtigkeit der Raumluft ansteigen.
Wird diese feuchte Raumluft nicht ausreichend durch Außenluft ersetzt, kann sich die relative Luftfeuchtigkeit erhöhen.
Bei gleichzeitig niedrigen Temperaturen können dadurch für bestimmte Bauteile ungünstige hygrothermische Bedingungen entstehen.
Was kann die CO₂-Langzeitmessung zeigen?
Eine Langzeitmessung kann beispielsweise Hinweise darauf geben,
- ob regelmäßig gelüftet wurde,
- wie häufig sich Lüftungsvorgänge erkennen lassen,
- wie schnell die CO₂-Konzentration nach dem Lüften wieder ansteigt,
- wie lange erhöhte CO₂-Konzentrationen bestehen,
- wie sich das Raumklima während der Nutzung verändert,
- ob erhöhte CO₂-Werte regelmäßig auftreten,
- und wie sich CO₂, Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit zeitlich zueinander verhalten.
Dadurch kann die Messung eine objektive Datengrundlage für die sachverständige Beurteilung des Raumklimas und des Lüftungsverhaltens liefern.
Was passiert, wenn der Bewohner während der Messung anders lüftet?
Auch diese Frage wird bei der Beauftragung einer Langzeitmessung häufig gestellt.
Es ist grundsätzlich möglich, dass sich Bewohner während eines bekannten Messzeitraums anders verhalten als zuvor.
Eine Langzeitmessung dokumentiert jedoch genau dieses Verhalten während des tatsächlichen Messzeitraums.
Wenn sich beispielsweise zeigt, dass bei regelmäßigem Lüften die CO₂-Konzentration zuverlässig abgesenkt wird und gleichzeitig die relative Luftfeuchtigkeit in einen unkritischeren Bereich zurückgeht, ist dies eine relevante Information.
Ebenso können wiederkehrend hohe CO₂-Konzentrationen und fehlende bzw. seltene Lüftungsereignisse als Hinweis auf einen geringen Luftaustausch berücksichtigt werden.
Eine solche Messung beweist allerdings nicht automatisch, wie sich die Bewohner in einem früheren Zeitraum verhalten haben.
Sie dokumentiert objektiv, was während der Messung tatsächlich passiert ist.
CO₂-Messung als Bestandteil der Beweisführung
Bei Streitigkeiten über einen Schimmel- oder Feuchteschaden kann die CO₂-Messung eine ergänzende objektive Datengrundlage darstellen.
Sie kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Frage im Raum steht:
„Wurde ausreichend gelüftet?“
Dabei ist zwischen einer Momentaufnahme und einer Langzeitaufzeichnung zu unterscheiden.
Eine Momentaufnahme kann Informationen über die aktuelle Situation beim Ortstermin liefern.
Eine Langzeitmessung kann dagegen den tatsächlichen Verlauf über einen längeren Zeitraum dokumentieren.
Beide Untersuchungsarten können sich daher ergänzen.
Die Messergebnisse werden zusammen mit den baulichen Gegebenheiten und den übrigen Untersuchungsergebnissen bewertet.
CO₂-Messung ist kein alleiniger Beweis für Schimmelursachen
CO₂ ist ein Indikator für den Luftaustausch – nicht für Schimmel selbst.
Ein hoher CO₂-Wert beweist keinen Schimmelbefall.
Ein niedriger CO₂-Wert beweist nicht, dass dauerhaft ausreichend gelüftet wurde.
Ebenso kann aus einem einzelnen CO₂-Wert nicht allein geschlossen werden, dass ein Bewohner einen vorhandenen Schimmelschaden verursacht hat.
Für eine sachverständige Ursachenbewertung müssen vielmehr mehrere Faktoren zusammen betrachtet werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- bauliche Gegebenheiten,
- Wärmebrücken,
- Oberflächentemperaturen,
- Raumtemperatur,
- relative Luftfeuchtigkeit,
- CO₂-Konzentration,
- Lüftungsverhalten,
- Heizverhalten,
- Nutzung des Raumes,
- vorhandene Feuchtequellen,
- und das konkrete Schadensbild.
Kombination mit einer hygrothermischen Langzeitmessung
Gerade bei Schimmel- und Feuchteschäden kann die Kombination aus CO₂-Langzeitmessung und hygrothermischer Langzeitmessung besonders interessant sein.
Dabei können gleichzeitig bzw. zeitlich vergleichbar aufgezeichnet werden:
CO₂
→ Hinweise auf den Luftaustausch und das Lüftungsverhalten
Temperatur
→ Entwicklung der Raumtemperatur und Hinweise auf das Heizverhalten
relative Luftfeuchtigkeit
→ Entwicklung der Feuchtebelastung der Raumluft
Durch die zeitliche Betrachtung können Zusammenhänge sichtbar werden, die bei einer Einzelmessung nicht erkennbar wären.
Sachverständige Bewertung statt einfacher Grenzwertbetrachtung
Die Messung von CO₂ ist technisch einfach.
Die sachverständige Interpretation der Messdaten ist jedoch wesentlich komplexer.
Ein CO₂-Wert muss immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Situation betrachtet werden.
Ein Wert von beispielsweise 1.500 ppm bedeutet in einem kleinen Raum mit mehreren anwesenden Personen etwas anderes als derselbe Wert in einem größeren Raum mit nur einer Person.
Auch die Dauer des Aufenthalts, die Raumgröße, die Luftwechselbedingungen und das Verhalten der Nutzer spielen eine Rolle.
Deshalb erfolgt die Bewertung nicht nach dem einfachen Grundsatz:
„Unter 1.000 ppm = gut, über 1.000 ppm = schlecht.“
Die hygienischen CO₂-Leitwerte des Umweltbundesamtes sind wichtige Orientierungswerte für die Innenraumluft, ersetzen aber nicht die sachverständige Einzelfallbewertung.
Ihre Vorteile einer professionellen CO₂-Messung
- objektive Erfassung der CO₂-Konzentration
- Messwerte in ppm
- Kurzzeitmessung beim Ortstermin möglich
- Langzeitmessungen möglich
- Verlauf der CO₂-Konzentration dokumentierbar
- Lüftungsvorgänge können im Messverlauf sichtbar werden
- Kombination mit Temperaturmessung möglich
- Kombination mit relativer Luftfeuchtigkeit möglich
- Vergleich verschiedener Messräume möglich
- ergänzende Beurteilung des Heiz- und Lüftungsverhaltens
- nachvollziehbare Dokumentation
- fachliche sachverständige Bewertung
- Kombination mit weiteren Untersuchungsverfahren
CO₂-Messung bei Mietstreitigkeiten und Schimmelschäden
Gerade bei Mietstreitigkeiten können objektive Messdaten eine wichtige Ergänzung zur sachverständigen Untersuchung darstellen.
Die zentrale Frage lautet häufig:
Liegt die Ursache des Schimmelschadens im Nutzerverhalten oder sind bauliche bzw. bauphysikalische Ursachen maßgeblich?
Die CO₂-Messung kann dabei einen Teilbereich dieser Fragestellung untersuchen:
Wie stellt sich der Luftaustausch im Raum dar?
In Verbindung mit Temperatur- und Feuchtemessungen sowie der Untersuchung der Bauteile kann daraus ein wesentlich umfassenderes Bild entstehen.
Dabei bleibt die sachverständige Untersuchung unabhängig und neutral.
Es geht nicht darum, im Vorfeld die Verantwortung des Mieters oder Vermieters festzulegen.
Es geht darum, die tatsächlich festgestellten Verhältnisse zu dokumentieren und fachlich zu bewerten.
CO₂-Messung professionell durchführen lassen
Sie möchten überprüfen lassen, ob ein ausreichender Luftaustausch stattfindet?
Sie haben einen Schimmelschaden und möchten das Lüftungsverhalten als möglichen Einflussfaktor untersuchen lassen?
Oder soll im Rahmen eines Ortstermins die aktuelle CO₂-Situation dokumentiert werden?
Dann kann eine CO₂-Messung eine sinnvolle Ergänzung der sachverständigen Untersuchung sein.
Je nach Fragestellung kann eine Momentaufnahme beim Ortstermin, eine mehrstündige Messung oder eine Langzeitmessung über mehrere Tage bzw. Wochen sinnvoll sein.
Besonders bei Schimmel- und Feuchteschäden kann die Kombination aus
CO₂ + Temperatur + relative Luftfeuchtigkeit
wichtige zusätzliche Informationen liefern.
Messen. Dokumentieren. Vergleichen. Sachverständig bewerten.
Ich führe CO₂-Messungen und Raumklimauntersuchungen für private und gewerbliche Auftraggeber in Frankfurt am Main und im Rhein-Main-Gebiet durch.
Mein Einsatzgebiet umfasst unter anderem:
- Frankfurt am Main
- Offenbach am Main
- Hanau
- Bad Homburg
- Oberursel
- Bad Vilbel
- Eschborn
- Hofheim am Taunus
- Bad Soden
- Kelkheim
- Königstein
- Kronberg
- Wiesbaden
- Mainz
- Friedberg
- Bad Nauheim
Nach vorheriger Absprache sind auch Untersuchungen außerhalb des Rhein-Main-Gebiets möglich.
Fred Rohleder
Schimmelgutachter und Sachverständiger für Feuchte- und Schimmelschäden
Telefon: 0152 29281545
E-Mail: schimmelpilze@online.de
Telefonzeiten: Montag bis Freitag, 10:00 bis 17:00 Uhr
Vor-Ort-Termine in Frankfurt am Main und im gesamten Rhein-Main-Gebiet nach Vereinbarung.