Was befindet sich in der Raumluft?
Nicht alle Belastungen der Raumluft sind mit bloßem Auge erkennbar.
Mit einer professionellen Partikelmessung erfasse ich die Anzahl und Größe luftgetragener Partikel. So lassen sich Auffälligkeiten erkennen und die Untersuchungssituation fachlich einordnen.
Besonders bei Schimmelverdacht, nach Wasserschäden oder zur Kontrolle nach einer Sanierung kann die Messung wertvolle Hinweise liefern.
Messen. Vergleichen. Fachlich bewerten.
Partikelmessung in Frankfurt
Professionelle Untersuchung der Raumluft
Nicht alle luftgetragenen Partikel sind mit bloßem Auge erkennbar.
Mit einer professionellen Partikelmessung kann die Anzahl und Größenverteilung luftgetragener Partikel in der Raumluft erfasst werden.
Die Messung kann bei bestimmten Fragestellungen zusätzliche Informationen liefern – beispielsweise bei einem Schimmel- oder Feuchteverdacht, nach einem Wasserschaden oder im Rahmen einer Sanierung.
Wichtig: Eine Partikelmessung ist kein spezifischer Schimmelnachweis.
Was wird bei einer Partikelmessung gemessen?
Ein Partikelmessgerät erfasst luftgetragene Partikel anhand ihrer Größe und ordnet sie unterschiedlichen Größenklassen zu.
Dabei können beispielsweise Partikel aus
- Hausstaub,
- Feinstaub,
- Pollen,
- Fasern,
- Verbrennungsprodukten
- und anderen Schwebstoffen
erfasst werden.
Auch Partikel biologischen Ursprungs können grundsätzlich erfasst werden.
Aus der Partikelgröße allein lässt sich jedoch nicht feststellen, um welche Art von Partikel es sich handelt.
Ein Partikelzähler kann beispielsweise nicht automatisch zwischen Schimmelsporen, Staub, Pollen oder anderen Partikeln unterscheiden.
Wann kann eine Partikelmessung sinnvoll sein?
Eine Partikelmessung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:
- einem Schimmel- oder Feuchteverdacht,
- einer auffälligen Raumluftsituation,
- einem Feuchte- oder Wasserschaden,
- einer Untersuchung nach einer Sanierung,
- oder zum Vergleich verschiedener Räume.
Auch ein Vergleich zwischen Innen- und Außenluft kann je nach Fragestellung zusätzliche Informationen liefern.
Ob eine Partikelmessung sinnvoll ist, hängt immer von der konkreten Fragestellung und dem vorhandenen Schadensbild ab.
Was kann die Partikelmessung aussagen?
Die Messung kann unter anderem zeigen,
- wie hoch die Partikelkonzentration während der Messung ist,
- welche Größenklassen erfasst werden,
- ob sich verschiedene Räume voneinander unterscheiden,
- und ob die untersuchte Raumluft im Rahmen einer Vergleichsmessung auffällig ist.
Je nach Fragestellung können beispielsweise ein betroffener Raum, ein vergleichbarer Referenzraum und die Außenluft miteinander verglichen werden.
Die Messwerte werden dabei nicht isoliert betrachtet. Auch die konkrete Messsituation und die örtlichen Gegebenheiten können für die Bewertung relevant sein.
Was kann eine Partikelmessung nicht feststellen?
Eine Partikelmessung kann allein nicht feststellen,
- ob tatsächlich ein Schimmelbefall vorliegt,
- welche Schimmelpilzart vorhanden ist,
- woher ein gemessenes Partikel stammt,
- ob ein Partikel gesundheitlich relevant ist,
- oder was die Ursache einer erhöhten Partikelkonzentration ist.
Eine erhöhte Partikelkonzentration bedeutet daher nicht automatisch, dass ein Schimmelpilzschaden vorliegt.
Die Messung liefert Daten – die sachverständige Bewertung stellt den Zusammenhang her.
Wenn gezielt untersucht werden soll, ob bestimmte kultivierbare Schimmelpilze in der Raumluft vorhanden sind, kann je nach Fragestellung eine mikrobiologische Untersuchung mit Laboranalyse sinnvoll sein.
Wie läuft eine Partikelmessung ab?
1. Fragestellung klären
Zunächst wird besprochen, welche konkrete Frage mit der Untersuchung beantwortet werden soll.
2. Situation vor Ort beurteilen
Die Räume, das Schadensbild und relevante bauliche bzw. raumklimatische Gegebenheiten werden betrachtet.
3. Messung durchführen
Die Partikelkonzentration wird mit professioneller Messtechnik erfasst.
Je nach Fragestellung können mehrere Messstellen oder Vergleichsmessungen durchgeführt werden.
4. Ergebnisse dokumentieren
Die ermittelten Messwerte werden den jeweiligen Messstellen zugeordnet und nachvollziehbar dokumentiert.
5. Fachlich bewerten
Die Messergebnisse werden im Zusammenhang mit der konkreten Situation und der Fragestellung eingeordnet.
Partikelmessung als ergänzende Untersuchung
Bei einem Feuchte- oder Schimmelschaden kann eine Partikelmessung ein ergänzendes Untersuchungsverfahren sein.
Je nach Schadensbild können weitere Untersuchungen sinnvoll sein, beispielsweise:
- Feuchtemessungen,
- Rastermessungen,
- Thermografie,
- Raumklima- oder Langzeitmessungen,
- oder eine mikrobiologische Untersuchung der Raumluft.
Welche Untersuchungen tatsächlich erforderlich sind, richtet sich nach der konkreten Fragestellung und dem vor Ort festgestellten Schadensbild.
Fachliche Bewertung statt einzelner Messwerte
Ein Partikelzähler liefert Messwerte.
Entscheidend ist jedoch die Frage:
Was bedeuten diese Messwerte für die konkrete Situation?
Eine erhöhte Partikelkonzentration kann unterschiedliche Ursachen haben. Beispielsweise können Nutzung, Staubaufwirbelungen, Lüftungsvorgänge oder andere Einflüsse die Raumluft beeinflussen.
Deshalb wird die Partikelmessung nicht isoliert betrachtet.
Messwerte, Raumzustand, Schadensbild und weitere Untersuchungsergebnisse werden – soweit für die Fragestellung erforderlich – gemeinsam betrachtet.
Mein Grundsatz
Nicht jede technisch mögliche Messung ist automatisch eine sinnvolle Untersuchung.
Als freier, unabhängiger Sachverständiger und Gutachter für Feuchte- und Schimmelschäden entscheide ich deshalb nicht nach einem starren Messprogramm.
Entscheidend ist die konkrete Fragestellung:
Welche Untersuchung ist erforderlich, um die vorhandene Situation fachlich beurteilen zu können?
Die Untersuchung erfolgt unabhängig, neutral und ergebnisoffen.
Sie haben eine auffällige Raumluftsituation?
Ob eine Partikelmessung in Ihrem Fall sinnvoll ist oder eine andere Untersuchungsmethode die bessere Aussage ermöglicht, bespreche ich zunächst anhand der konkreten Situation.
Fred Rohleder
Freier, unabhängiger Sachverständiger und Gutachter für Feuchte- und Schimmelschäden
Frankfurt am Main und Rhein-Main-Gebiet