Langzeitmessung – aussagekräftige Daten statt Momentaufnahme
Eine einzelne Messung zeigt nur die Situation zum Zeitpunkt der Untersuchung. Mit einer professionellen Langzeitmessung erfasse ich Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum.
So lassen sich Schwankungen, kritische Feuchtebereiche und Zusammenhänge zwischen Raumklima und möglicher Schimmelbildung zuverlässig erkennen.
Die Messdaten werden anschließend fachlich ausgewertet und verständlich beurteilt – als Grundlage für eine fundierte Ursachenanalyse.
Langzeitmessungen – Heiz- und Lüftungsverhalten
Wurde ausreichend geheizt und gelüftet?
Bei Schimmel- und Feuchteschäden stellt sich für Auftraggeber häufig die Frage, ob das Heiz- und Lüftungsverhalten der Bewohner zur Entstehung oder Begünstigung des Schimmelschadens beigetragen haben könnte.
Eine hygrothermische Langzeitmessung kann hierzu wichtige objektive Anhaltspunkte liefern. Mit Datenloggern werden Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum kontinuierlich erfasst und dokumentiert.
So kann unter anderem untersucht werden,
· ob und in welchem Umfang die Räume beheizt wurden,
· ob die Raumtemperaturen über längere Zeit zu niedrig waren,
· ob wiederholt erhöhte relative Luftfeuchten auftraten,
· ob kritische Kombinationen aus Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit entstanden,
· und ob das festgestellte Raumklima grundsätzlich geeignet war, die Entstehung bzw. das Wachstum von Schimmel zu begünstigen.
Was ist, wenn sich die Bewohner während der Messung anders verhalten?
Diese Frage wird bei der Beauftragung einer Langzeitmessung häufig gestellt.
Es ist grundsätzlich möglich, dass Bewohner ihr Heiz- und Lüftungsverhalten verändern, wenn sie wissen, dass eine Messung durchgeführt wird. Dadurch kann sich das während des Messzeitraums aufgezeichnete Raumklima von den zuvor herrschenden Bedingungen unterscheiden.
Dies macht die Messung jedoch nicht automatisch wertlos.
Zeigt die Messung beispielsweise, dass bei einem angemessenen Heiz- und Lüftungsverhalten dauerhaft unkritische Raumklimabedingungen erreicht werden und keine für die Schimmelbildung relevanten Feuchteverhältnisse auftreten, ist dies ein wichtiger sachverständiger Hinweis.
Denn wenn sich ein Raum unter einem bestimmten Heiz- und Lüftungsverhalten dauerhaft schimmelkritisch bzw. nicht schimmelkritisch verhält, kann dies bei der Ursachenbewertung berücksichtigt werden. Ein entsprechendes Verhalten der Bewohner in der Vergangenheit hätte unter vergleichbaren baulichen und klimatischen Bedingungen möglicherweise ebenfalls dazu geführt, dass die für die Schimmelbildung erforderlichen kritischen Bedingungen nicht entstanden wären.
Umgekehrt können während der Messung festgestellte auffällig niedrige Raumtemperaturen, dauerhaft oder wiederholt erhöhte relative Luftfeuchten oder andere kritische Raumklimaverhältnisse Hinweise darauf geben, dass das Nutzerverhalten als möglicher Einflussfaktor für den Schimmelschaden in Betracht kommt.
Eine Messung ist immer eine Momentaufnahme des tatsächlichen Messzeitraums
Ein Datenlogger kann nicht nachträglich feststellen, wie ein Raum vor Beginn der Messung tatsächlich beheizt und gelüftet wurde.
Die Langzeitmessung dokumentiert vielmehr objektiv, welche Temperatur- und Feuchteverhältnisse während des Messzeitraums tatsächlich vorhanden waren. Gerade die kontinuierliche Aufzeichnung über einen längeren Zeitraum ist dabei wesentlich aussagekräftiger als eine einzelne Momentaufnahme.
Die Messwerte werden deshalb nicht isoliert betrachtet. Für eine sachverständige Ursachenbewertung sind auch die baulichen Gegebenheiten, die vorhandenen Wärmebrücken, die Beschaffenheit der betroffenen Bauteile, mögliche Feuchtequellen sowie weitere Untersuchungsergebnisse zu berücksichtigen.
Langzeitmessungen während der Heizperiode
Für die Beurteilung des Heizverhaltens sind Langzeitmessungen insbesondere während der kalten Jahreszeit bzw. Heizperiode sinnvoll. Bei niedrigen Außentemperaturen lässt sich anhand des Temperaturverlaufs besser beurteilen, ob und in welchem Umfang ein Raum beheizt wurde.
Eine Langzeitmessung kann somit eine wichtige objektive Grundlage schaffen, um die häufig gestellte Frage sachverständig zu beurteilen:
War das Heiz- und Lüftungsverhalten der Bewohner geeignet, die festgestellte Schimmelbildung zu begünstigen – oder sprechen die Messdaten eher für andere, insbesondere bauliche Ursachen?
Die abschließende Beurteilung erfolgt dabei unabhängig und neutral auf Grundlage der erhobenen Messdaten und der gesamten Untersuchungsergebnisse.
Eine Langzeitmessung kann beispielsweise zeigen:
- wie sich die Raumtemperatur im Tagesverlauf verändert
- wie sich die relative Luftfeuchtigkeit entwickelt
- wann erhöhte Luftfeuchtigkeit auftritt
- wie schnell sich die Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften verändert
- welche klimatischen Bedingungen während der Nutzung entstehen
- ob bestimmte Situationen regelmäßig wiederkehren
- ob sich über längere Zeit auffällige Feuchtebedingungen zeigen
Dadurch entsteht ein wesentlich vollständigeres Bild als durch einzelne Momentaufnahmen.
Was wird bei der Langzeitmessung aufgezeichnet?
Je nach Untersuchungsaufgabe können unterschiedliche Messgrößen erfasst werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Raumtemperatur
- relative Luftfeuchtigkeit
- Taupunkt
- Oberflächentemperaturen, sofern entsprechende Sensoren eingesetzt werden
- weitere klimatische Messgrößen je nach eingesetztem Messsystem
Die Messintervalle werden entsprechend der jeweiligen Fragestellung festgelegt.
So entsteht über den gesamten Messzeitraum eine nachvollziehbare Datenaufzeichnung.
Langzeitmessung mit professionellen Datenloggern
Für die Langzeitaufzeichnung setze ich professionelle Messsysteme und Datenlogger ein.
Die Geräte zeichnen die Messwerte automatisch in den festgelegten Zeitabständen auf.
Nach Abschluss der Messung werden die aufgezeichneten Daten ausgewertet und können beispielsweise als:
- Diagramme
- Messwerttabellen
- Zeitverläufe
- Messprotokolle
dargestellt werden.
Dadurch lassen sich Veränderungen und wiederkehrende Muster im Raumklima nachvollziehbar erkennen.
Wie lange sollte gemessen werden?
Die erforderliche Messdauer hängt von der jeweiligen Fragestellung ab.
Eine kurzfristige Messung kann bei bestimmten Fragestellungen ausreichend sein.
Wenn jedoch typische Schwankungen des Raumklimas, unterschiedliche Nutzungssituationen oder wiederkehrende Feuchtebedingungen untersucht werden sollen, kann eine längere Messdauer sinnvoll sein.
Je nach Untersuchungsziel können Daten beispielsweise über mehrere Tage oder mehrere Wochen aufgezeichnet werden.
Die geeignete Messdauer wird individuell anhand der Fragestellung festgelegt.
Auswertung der Messdaten
Nach Abschluss der Messung werden die aufgezeichneten Daten ausgewertet.
Dabei können unter anderem betrachtet werden:
- Minimalwerte
- Maximalwerte
- Mittelwerte
- zeitliche Schwankungen
- Temperaturverläufe
- Feuchteverläufe
- Taupunktentwicklungen
- Zusammenhänge zwischen Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
- auffällige Zeiträume
Die Ergebnisse werden verständlich aufbereitet und im Zusammenhang mit dem untersuchten Gebäude und dem vorhandenen Schadensbild bewertet.
Ihre Vorteile einer Langzeitmessung
✔ Kontinuierliche Aufzeichnung über mehrere Tage oder Wochen
✔ Dokumentation von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
✔ Erfassung zeitlicher Veränderungen des Raumklimas
✔ Sichtbarwerden wiederkehrender klimatischer Bedingungen
✔ Objektive Daten statt einzelner Momentaufnahmen
✔ Auswertung der Messdaten in Diagrammen und Protokollen
✔ Sinnvolle Ergänzung bei Feuchte- und Schimmelschäden
✔ Grundlage für eine nachvollziehbare Ursachenbewertung
✔ Kombination mit weiteren Untersuchungsverfahren möglich
Für welche Gebäude ist eine Langzeitmessung geeignet?
Eine Langzeitmessung kann unter anderem sinnvoll sein in:
- Wohnungen
- Einfamilienhäusern
- Mehrfamilienhäusern
- Schlafzimmern
- Kinderzimmern
- Wohnräumen
- Kellerräumen
- Büros
- Praxen
- Gewerberäumen
Insbesondere bei wiederkehrenden Feuchteproblemen oder unklaren Schimmelursachen kann die längerfristige Erfassung des Raumklimas zusätzliche Erkenntnisse liefern.
Warum Schimmelgutachter.expert?
Meine über 28-jährige Berufserfahrung beim Amt für Wohnungswesen der Stadt Frankfurt am Main bildet die Grundlage meiner heutigen Tätigkeit als unabhängiger Sachverständiger.
In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit baulichen Mängeln sowie Feuchte- und Schimmelschäden beschäftigt.
Zusätzlich habe ich mehr als 4.000 Wohnungen und Gebäude untersucht.
Heute verbinde ich diese praktische Erfahrung mit moderner Messtechnik und einer systematischen Auswertung der erhobenen Daten.
Ich führe keine Sanierungsarbeiten durch und habe daher kein wirtschaftliches Interesse daran, bestimmte Sanierungsmaßnahmen zu empfehlen.
Langzeitmessung in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet
Ich führe Langzeitmessungen für private und gewerbliche Auftraggeber in Frankfurt am Main und im Rhein-Main-Gebiet durch.
Mein Einsatzgebiet umfasst unter anderem:
- Frankfurt am Main
- Offenbach am Main
- Hanau
- Bad Homburg
- Oberursel
- Bad Vilbel
- Eschborn
- Hofheim am Taunus
- Bad Soden
- Kelkheim
- Königstein
- Kronberg
- Wiesbaden
- Mainz
- Friedberg
- Bad Nauheim
Nach vorheriger Absprache sind auch Untersuchungen außerhalb des Rhein-Main-Gebiets möglich.
Langzeitmessung des Raumklimas anfragen
Sie möchten wissen, wie sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit in einem Raum über mehrere Tage oder Wochen entwickeln?
Gerne bespreche ich mit Ihnen, welcher Messzeitraum und welche Messgrößen für Ihre konkrete Fragestellung sinnvoll sind.
Fred Rohleder
Schimmelgutachter und Sachverständiger für Feuchte- und Schimmelschäden
Telefon: 0152 29281545
E-Mail: schimmelpilze@online.de
Telefonzeiten: Montag bis Freitag, 10:00 bis 17:00 Uhr
Vor-Ort-Termine in Frankfurt am Main und im gesamten Rhein-Main-Gebiet nach Vereinbarung.
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